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PROGRAMM 2003 |
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Herbstkonzert 2003
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Lohengrin / Einzug der Frauen auf Mürzburg Richard Wagner arr. Merlin Patterson
Romeo und Julia Sergej Prokofieff arr. Johan de Meij
G’schichten aus dem Wienerwald Johann Strauss
Viva Musica Alfred Reed
Cinemascope Herbert Marinkovits
Dundonnell arr. Philip Sparke
Nußknackerswing Pjotr Iljitch Tschaikovsky arr. Hans J. Rhinow
Oh when the Saints arr. Peter Kleine Schaars Solistin: Anita Schmidinger
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Infos über die Stücke
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LOHENGRIN – Richard Wagner
Wilhelm Richard Wagner wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren und starb am 13. Februar 1883 in Venedig. Er beschäftigt sich in seinen Werken mit der deutschen Sagenwelt und der Geschichte Deutschlands. Über die Sprache des Mythos, als der Ausdrucksweise des schöpferisch dichtenden Volkes schuf Richard Wagner eine Kunst, von der der Dichter Thomas Mann sagte: „Sie ist eine Kunst, die sozial – sittlich weit hinauszielt über alle kapitalistisch – bürgerliche Ordnung in eine von Machtgewinn und Geldherrschaft befreite, auf Gerechtigkeit und Liebe gegründete, brüderliche Menschenwelt.“ So stammen auch Text und Musik der romantischen Oper Lohengrin, die am 28. August 1850 in Weimar die Uraufführung erlebte, aus der Feder Wagners. Die Lohengrin – Sage spielt im 10. Jahrhundert in Antwerpen. Darin wird das Schicksal des einsamen Grabsritter Lohengrin in gleichem Maße durch die Neugier und den Wankelmut seiner liebenden Frau Elsa wie durch das Machtstreben und den Neid seiner erklärten Freundin Ortrud besiegelt. Durch Ortrud wird Elsa angestachelt, Lohengrin nach seiner überirdischen Herkunft zu fragen, was seinen Untergang herbeiführt. In diesem Werk fixiert Wagner in besonderer Weise das Spannungsfeld zwischen charakter- und situativ ausgebundener Emotionalität, göttlicher Sendung und ethnischen Verhaltensnormen. Sie hörten nun den „Zug der Frauen zum Münster“ im Untertitel mit dem Text „Gesegnet soll sie schreiten“.
ROMEO UND JULIA Komponist: Sergej Prokofieff Arrangeur: Johan de Meij
Das Ballett Romeo und Julia, mit der Choreographie die Leonid Lawrowsky (1905 – 1967) auf der gleichnamigen Musik Prokofieffs schuf, wird als ein Markstein in der Geschichte der Tanzkunst betrachtet. Es ist nicht nur ein Höhepunkt des Sowjetrealismus in der Tanzmusik, sondern es kann bestimmt auch als eines der wichtigsten erzählenden Ballette des 20. Jahrhunderts betrachtet werden. Das Ballett wurde 1940 in Leningrad vom Kirow Ballett uraufgeführt. Es war die erste große Komposition, die Prokofieff nach seiner definitiven Rückkehr in die Sowjetunion schrieb. Der Choreograph und Komponist sind von der gleichnamigen Tragödie von Shakespeare ausgegangen. Prokofieffs musikalische Atmosphärenbilder unterstützten auf funktioneller und effektiver Weise den choreographischen Verlauf der Handlung. Bemerkenswert sind bestimmt die Kontakte zwischen den Darstellungen der fröhlichen Szenen auf dem Markt von Verona und den Darstellungen der Ereignisse am imponierenden Hof der Capulets. Die Familie der Capulets, zu der Julia gehört, ist eine feudale Familie von Herrschern und diese hat sich verwickelt in einen grausamen Machtkampf mit der Familie der Montagues, zu der Romeo gehört. Wegen der musikalischen Spannung hat der Arrangeur Johan de Meij aus Teilen des Balletts, die für ein Arrangement gut geeignet sind, eine eigene Suite zusammengestellt und am Anfang und am Ende dasselbe Thema, das auch Leitmotiv ist, verwendet.
Die einzelnen Teile sind: I: Introduktion: Die Montagues und die Capulets II: Szene: Die Straße erwacht III: Morgentanz IV: Bei Bruder Laurence V: Abfahrt der Gäste (Gavotte) VI: Die Montagues und die Capulets
G´SCHICHTEN AUS DEM WIENERWALD Komponist: Johann Strauß, Sohn
Mit diesem Walzer stellte Johann Strauß Sohn – wie so oft – unter Beweis, dass er nicht zu unrecht als „Walzerkönig“ bezeichnet wird. Er setzte seiner Stadt Wien und deren einzigartigen Umgebung ein bleibendes musikalisches Denkmal. Vielleicht war es gerade der Grippeinfekt, der ihn damals ans Bett fesselte und von der Hektik seines Schaffens und der Auftritte mit seinem Orchester abhielt, dem wir diesen Walzer von höchster Sensibilität und Volksnähe verdanken.Strauß verarbeitete darin viele kleine Melodien, die uns an Franz Schuberts Lieder der einfachen Volksgesänge erinnern. Es gelang ihm, einer technisch meisterhaften Komposition mit vielen bekannten Melodien symphonischen Charakter zu geben.
VIVA MUSICA – Komponist: Alfred Reed Der zeitgenössische Komponist Alfred Reed wurde am 25. Jänner 1921 in Manhattan – New York geboren. Während des 2. Weltkrieges kam Reed als Trompeter zum US – Luftwaffen – Musikkorps. Nach dem Krieg beendete er seine Musikstudien. Seit 1948 arbeitet Reed als Komponist und Arrangeur für die New Yorker Rundfunkstation NBC. Ab 1963 unterrichtete er an verschiedenen Universitäten Amerikas. Reed veröffentlichte bisher über 300 Kompositionen, darunter zahlreiche für Blasorchester. Die folgende Konzertouvertüre „Viva Musica“ ist ein Auftragswerk des Vander Cook College of Music, das sich um hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Musik-ausbildung bemüht. Das Stück wurde am 16. Dezember 1983 in Chicago durch die Vander Cook College Symphonic Concert Band unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt. Reed kombinierte in dem Werk 3 Elemente: ein Hauptthema, ein Fanfarenmotiv und eine breite, lyrische Linie mit einer ungewöhnlich rhythmischen Linie in 7/8 und 8/8 Takten, welche die Musik prägen. Das feurige Werk endet in einem Finale mit freudigen Ausrufen des Hauptthemas und in einem glänzenden gefestigtem Zusammenfluss aller drei Themen. Die Komposition, die für ein Studentenorchester geschrieben wurde, erlangte Weltruhm und wird seither gerne aufgeführt.
CINEMASCOPE – Komponist: Herbert Marinkovits
Der Komponist arbeitet auch unter dem Pseudonym Herrma von Bierkistt. Der Komponist, geboren in Wimpassing im Schwarzatal, lebt heute in Mürzzuschlag als Musikschullehrer und Chorleiter. Er spielt als Fagottist im Kammerorchester Joseph Haydn in Eisenstadt, im Mürztaler Sinfonieorchester, im Kunsthaus Ensemble Mürzzuschlag und leitet seit 1999 auch den Stadtchor in Mürzzuschlag. Er sieht sein Hauptziel als Komponist im Heranführen von Jugendlichen und Laien an Stücke mit moderner Tonsprache, um die Scheu vor ungewöhnlichen Klängen abzubauen und Freude am Musizieren moderner Musik zu vermitteln. Als Musikerzieher am BG/BRG Mürzzuschlag leitet er auch die schuleigene Big-Band. Cinemascope wurde als Auftragskomposition für sinfonisches Blasorchester im Jahr 2000 in Schladming uraufgeführt. Wie der Titel sagt, handelt es sich um programmatische Filmmusik, wie sie Filmszenen unterlegt ist. Es wechseln musikalisch lyrische und aggressive Teile miteinander ab.
DUNDONNELL – Komponist: Philip Sparke
Philip Sparke wurde 1951 in London geboren. Er studierte Komposition, Trompete und Klavier am Royal College of Music und wurde dort ausgezeichnet. Sein Interesse an Musik für Bandformationen geht auf diese Zeit zurück. Er spielte im Blasorchester des Colleges, gründete mit anderen Studenten eine Brass Band und schrieb für beide Ensembles etliche Stücke. Seine Werke erregten zunehmend Aufmerksamkeit und dies hatte eine Reihe von Auftragskompositionen zur Folge. Seine Teststücke sind weltweit aus dem Brass Band – Bereich nicht wegzudenken. Die enge Zusammenarbeit mit Bands in Japan brachte ihm mit „Celebration“ einen weiteren Kompositionsauftrag ein und führte zur Einspielung seiner Musik durch das Kosei Wind Orchester Tokio. Dadurch öffneten sich seiner Musik weltweit Türe und Tore und er erhielt weitere Aufträge, vor allem aus den USA. Seine Tätigkeit als Dirigent und Ratgeber haben ihn in die meisten europäischen Länder, nach Australien, Neuseeland, Japan und die Vereinigten Staaten geführt. Dundonnell stammt aus der Suite „Hymne of Highlands“. Die sieben Sätze der Suite sind alle nach Orten in den schottischen Highlands benannt. Dundonnell ist ein bezauberndes Dorf am See Little Loch Broom, der zum Meer nahe der Summer Isles hinführt. Dundonnell ist auch das Finale der Suite. Es beginnt mit einer martialischen Stimmung, die jedoch bald in ein wildes Presto übergeht. Bevor das Presto zum Ende hin stürmt, kehrt eine Dudelsackmelodie aus dem ersten Satz zurück.
NUSSKNACKER SWING
Eine moderne Bearbeitung der Nussknacker Suite von Peter Iljitsch Tschaikowsky durch Hans Rhinow. Tschaikowsky ist nicht nur bekannt auf Grund seiner ergreifenden Symphonien und virtuosen Konzerte, sondern auch beim großen Publikum vor allem populär wegen seiner prächtigen und romantischen Ballettmusik. Das Märchen „Der Nussknacker und der Mäusekönig“ vom deutschen Schriftsteller E.T.A Hoffmann inspirierte ihn zu seinem Ballett „Der Nussknacker“. Das Weihnachtsgeschenk der kleinen Marie ist ein hölzerner Nussknacker, der die Form eines eigenartigen Männchens hat. Ihr Bruder zerbricht das Männchen, das zusammengeflickt und neben einer Puppe ins Bett gesteckt wird. Nachts verwandelt sich der Nussknacker in einen schönen Prinzen, der Marie zu einem Schloss bringt, wo allerlei Tänze von Luftgeistern aufgeführt werden. Als Marie aufwacht, wird sie sich bewusst, dass alles nur ein Traum war.
OH WHEN THE SAINTS Peter Kleine Schaars
Wenn es ein Jazzlied gibt, das weltweit bei jung und alt bekannt ist, ist das „Oh when the saints go marching in”. Es wurde von zahlreichen Jazzgrößen, von Louis Armstrong bis alle New Orleans- und Dixielandorchester der Welt, auf die unterschiedlichste Art und Weise interpretiert und aufgenommen. Peter Kleine Schaars machte dieses spritzige Arrangement für das Harmonie Orchester mit einer Partie für eine Solostimme möglich. Nach einer langsamen Vorstellung des Themas kommt eine donnernde Swingversion, danach wird auf ein ruhiges Marschtempo übergegangen. Nach einem kurzen Zwischensolo der Drums kommt erneut ein mitreißendes Swingtempo.
Eljen a Mágyar! - Komponist: Johann Strauß, Sohn
Polka Schnell – Opus 332 Uraufführung: 16. März 1869 im Redoutensaal in Budapest; 4. April 1869 erstmals in Wien, im Gartenbau Blasmusikbearbeitung: Johann Österreicher
„Es lebe der Ungar“, so heißt der Titel dieser Schnellpolka in der Übersetzung. Und tatsächlich erfolgte die Widmung seitens des Komponisten Johann Strauß Sohn „Der ungarischen Nation“. Diese Widmung wurde auch angenommen. Die Schnellpolka erfreut sich in Ungarn größter Beliebtheit. Schon bei der Uraufführung wurde die Polka beim „Pester Nationalfest“ unter wahrem Nationaljubel freudig aufgenommen. Johann Strauß hat sich zu ihr zweifellos durch die ungarische Zigeunermusik anregen lassen. Die flotte Einleitung bringt bereits markante Akkorde. Dann spielt das Orchester das erste Thema, typisch im Stil der Zigeunermusik. Hierauf beruhigt sich der musikalische Verlauf ein wenig. Gegen Ende wird von der Durtonart in eine Molltonart übergewechselt. Noch einmal werden Motive aus der Zigeunermusik aufgegriffen und ausgestaltet, bis schlussendlich markante Akkorde gesetzt werden. In der Coda wird auch der „Rakoczi – Marsch“, Symbol für den Widerstandsgeist in Ungarn, zitiert. Johann Österreicher hat diese Polka schnell für modernes Blasorchester bearbeitet. Der namhafte Komponist und Arrangeur ist in Pfaffstätten geboren, leitet den Eisenbahner Musikverein Wien – Südost, war langjähriger Stadtkapell-meister in Baden und gründete die Musikschule in Pfaffstätten. Er hat ein besonderes Naheverhältnis zur Wiener Musik, die er effektvoll für Blasorchester zu instrumentieren versteht.
Dieser Text wurde von LSI HR Josef Jochinger in Zusammenarbeit mit Ewald Huber zusammengestellt. Für die Homepage adaptiert von Mayrhofer Franz.
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